Antennengewinn - einfach erklärt
- Karl Heinz Goller

- 1. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Wer sich mit WLAN, Funktechnik oder Antennen beschäftigt, stößt früher
oder später auf zwei Begriffe, die eng zusammengehören: Antennengewinn und der 4π-Raumwinkel. Auf den ersten Blick wirken sie abstrakt –
tatsächlich beschreiben sie aber ein sehr anschauliches physikalisches
Prinzip.

Der 4π-Raumwinkel – der „gesamte Raum“
Der Begriff Raumwinkel ist die 3D-Erweiterung eines normalen Winkels: In 2D: Kreis = 360° = 2π Radiant In 3D: Kugel = 4π Steradiant
Der 4π-Raumwinkel beschreibt also den gesamten Raum um einen Punkt –
alle Richtungen gleichzeitig.
Die isotrope Antenne – Referenz
Eine isotrope Antenne strahlt gleichmäßig in alle Richtungen und
verteilt ihre Energie über den gesamten 4π-Raumwinkel. Dadurch ist die
Leistungsdichte in jede Richtung gering.
Was ist Antennengewinn?
Antennengewinn bedeutet nicht mehr Leistung, sondern eine gezielte
Verteilung der vorhandenen Leistung in bestimmte Richtungen.
Zusammenhang zwischen Raumwinkel und Gewinn
Gewinn = 4π / Ω
Je kleiner der Raumwinkel Ω, desto größer der Gewinn.
Beispiele:
Isotrop: 0 dBi Dipol: ca. 2,15 dBi Patch: 8–12 dBi Parabol: 20–30 dBi
Fazit: Der Antennengewinn entsteht durch Bündelung der Energie. Je
kleiner der abgestrahlte Raumwinkel, desto höher der Gewinn.


